Auch genannt: MCP-Transport, Streamable HTTP, stdio
Zwei aktuelle Transportwege
Die MCP-Spezifikation kennt heute genau zwei:
- stdio – der Server läuft als Unterprozess auf demselben Rechner, die Kommunikation läuft über Standard-Ein- und -Ausgabe. Kein Netzverkehr, keine Freigabe, keine Anmeldung. Denselben Mechanismus nutzen auch LSP und das Agent Client Protocol.
- Streamable HTTP – der Weg für entfernte Server. Der Client schickt jede Anfrage als eigenen HTTP-Aufruf, der Server antwortet einzeln oder mit einem laufenden Strom.
Der ältere Weg HTTP+SSE (eine dauerhaft offene Verbindung über Server-Sent Events) ist mit der Spezifikation vom 28.07.2026 als veraltet gekennzeichnet.
Warum das betrieblich zählt
Der Wechsel zu Streamable HTTP ist der Grund, warum MCP-Server jenseits des eigenen Rechners überhaupt praktikabel sind. Dauerhaft offene Verbindungen vertragen sich schlecht mit Firewalls, Lastverteilern und Zeitüberschreitungen im Unternehmensnetz – sie waren in frühen Installationen die häufigste Ausfallursache. Seit Juli 2026 tragen die Aufrufe zudem eigene Kopfzeilen, sodass Netzwerkkomponenten den Verkehr steuern und begrenzen können, ohne den Inhalt zu lesen.
Für stdio spricht der Datenschutz: Sollen Daten den Rechner nicht verlassen, ist das der sauberste Weg. Die Kehrseite ist die Rechtevergabe – der Server läuft mit den Rechten des angemeldeten Nutzers, was Least Privilege und Protokollierung erschwert.
Die brauchbare Frage an einen Anbieter
„Wir unterstützen MCP” ist keine Aussage. Belastbar wird es erst mit dem Spezifikationsstand: Welche Datumsversion unterstützt die Anbindung – und wie lange? Da sich der MCP-Kern im Juli 2026 nicht rückwärtskompatibel geändert hat, gehört diese Angabe in jede Anbieterprüfung.
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