Protokolle & Schnittstellen

MCP

Ein offener Standard, über den ein KI-Modell auf Werkzeuge und Datenquellen zugreift – wie ein USB-Anschluss zwischen Modell und Außenwelt.

Auch genannt: Model Context Protocol

Wozu MCP dient

MCP (Model Context Protocol) standardisiert die Verbindung zwischen einem KI-Modell und der Außenwelt – also Werkzeugen, Dateien, Datenbanken und APIs. Vor MCP musste jede Anwendung ihre Werkzeug-Anbindung selbst und modellspezifisch bauen. MCP macht daraus einen einheitlichen Anschluss.

Es ist ein Tool-zu-Modell-Protokoll: Es regelt, wie ein Modell (über sein Harness) Werkzeuge entdeckt und aufruft. Es ist ausdrücklich kein Protokoll für die Kommunikation von Agenten untereinander – dafür gibt es A2A. Diese Abgrenzung wird häufig verwechselt.

Architektur

  • MCP-Server stellen Fähigkeiten bereit (z. B. „lies aus diesem Verzeichnis”, „frage diese Datenbank”).
  • MCP-Clients sitzen in der KI-Anwendung und sprechen die Server an.
  • Der Austausch läuft über einen definierten Transport.

MCP wurde Ende 2024 von Anthropic vorgestellt und als offener Standard veröffentlicht; seither wird es von wachsend vielen Anbietern und Werkzeugen unterstützt. Maßgeblich ist immer der aktuelle Stand der Spezifikation.

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