Auch genannt: MCP Server
Was ein Server anbietet
Ein MCP-Server stellt die Server-Seite des Protokolls bereit und bietet dem Client drei Arten von Bausteinen an: Werkzeuge (Aktionen, die das Modell auslösen kann), Ressourcen (Daten, die es lesen kann) und Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben. Erreichbar ist er entweder lokal als Unterprozess oder über das Netz – siehe Transport.
Die Aufteilung wird in Anleitungen regelmäßig falsch dargestellt, was zu Fehlplanungen führt. Merkhilfe: Der Server bietet an, der Client fragt zurück und stellt das Modell bereit. Wer das kennt, kann bei einem Anbieter belastbar nachfragen, wo dessen Integration tatsächlich ansetzt.
Verzeichnis – und warum das ein Sicherheitsthema ist
Seit September 2025 gibt es ein öffentliches Verzeichnis verfügbarer MCP-Server, aus dem sich Anwendungen mit wenigen Klicks Werkzeuge holen; es umfasst inzwischen mehrere Tausend Einträge. Das senkt die Einstiegshürde erheblich – und genau deshalb ist es ein Sicherheitsthema.
Ein Eintrag im Verzeichnis ist keine Prüfung. Ein MCP-Server ist ausführbarer Code, der in Ihrem Netz mit Zugriff auf Ihre Daten läuft. Es gilt dieselbe Sorgfalt wie bei jeder anderen Fremdsoftware:
- Herkunft und Betreiber prüfen, bevor etwas installiert wird.
- Version festschreiben, keine automatischen Aktualisierungen.
- Rechte eng schneiden (Least Privilege), Zugangsdaten sauber verwalten (Secrets Management).
- Werkzeugbeschreibungen als Angriffsfläche mitdenken – siehe Tool-Poisoning.
Für alles, was über einen einzelnen Arbeitsplatz hinausgeht, ist die relevante Frage an einen Anbieter, ob sich Freigaben zentral durch die Organisation setzen lassen statt durch individuelle Zustimmungsklicks der Nutzer.
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