Auch genannt: ACP
Das Problem, das es löst
Vor dem Agent Client Protocol brauchte jede Paarung aus Editor und Agent eine eigene Anbindung: fünf Editoren und fünf Agenten bedeuteten 25 Integrationen, die alle jemand bauen und pflegen musste. Der Standard macht daraus 5 + 5 – jede Seite spricht das Protokoll einmal und ist damit zu allen kompatibel. Es ist dasselbe Muster, mit dem LSP die Sprachunterstützung in Editoren gelöst hat und mit dem MCP den Zugriff auf Werkzeuge löst.
Stand der Verbreitung
Vorgestellt von Zed Industries im August 2025, seit Dezember 2025 in den JetBrains-Entwicklungsumgebungen, seit Anfang 2026 mit einem gemeinsamen Verzeichnis kompatibler Agenten; über 25 Agenten sprechen den Standard.
Offen ist die Position von Microsoft: VS Code setzt bislang auf MCP statt auf ACP. Für eine Werkzeugentscheidung heißt das, dass die Entkopplung heute real, aber noch nicht flächendeckend ist – prüfen Sie für die konkret eingesetzte Entwicklungsumgebung, ob sie ACP unterstützt.
Warum das jenseits der Entwicklungsabteilung zählt
Der Nutzen ist der eines jeden schlanken Standards: weniger Bindung an einen einzelnen Anbieter. Coding-Agenten sind derzeit das am schnellsten wechselnde Segment des KI-Markts; wer die Anbindung standardisiert hat, kann den Agenten austauschen, ohne die Arbeitsumgebung seines Teams anzufassen. Siehe Vendor Lock-in und Exit-Strategie.
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