Auch genannt: Agent-to-Agent, Agent2Agent
Wofür A2A steht
A2A (Agent-to-Agent) ist ein offenes Protokoll für die Zusammenarbeit zwischen eigenständigen Agenten. Ein Agent kann einen anderen entdecken, ihm eine Aufgabe übergeben, Zwischenstände austauschen und ein Ergebnis entgegennehmen – auch wenn die Agenten von verschiedenen Herstellern stammen oder in verschiedenen Systemen laufen.
Abgrenzung zu MCP (wichtig)
Der häufigste Fehler ist, MCP und A2A zu verwechseln:
- MCP verbindet ein Modell mit Werkzeugen und Daten (Tool-zu-Modell).
- A2A verbindet Agenten mit Agenten (Agent-zu-Agent).
Sie sind komplementär: Ein Agent nutzt MCP, um an seine Werkzeuge zu kommen, und A2A, um mit anderen Agenten zusammenzuarbeiten. A2A wurde 2025 vorgestellt und in eine offene Governance überführt; auch hier gilt der jeweils aktuelle Spezifikationsstand.
Reifegrad – und was die Zahlen wirklich sagen
A2A wurde im April 2025 von Google vorgestellt, im Juni 2025 an die Linux Foundation übergeben und liegt seit Anfang 2026 in Version 1.0 vor. Seither lassen sich die Agent Cards – die maschinenlesbaren Visitenkarten, über die ein Agent seine Fähigkeiten veröffentlicht – kryptografisch signieren; angebunden ist der Standard unter anderem in den Agenten-Plattformen von Microsoft, Amazon und Google.
Die häufig genannte Zahl von über 150 unterstützenden Organisationen sollten Sie nüchtern lesen: Sie beschreibt Absichtserklärungen, nicht Produktivinstallationen. Der überwiegende Teil dessen, was heute unter A2A läuft, ist Erprobung.
Praktische Folge für die Planung: Organisationsübergreifende Delegation zwischen Agenten verschiedener Häuser ist 2026 ein Beobachtungsfeld, kein Produktivthema – vor allem, weil das Vertrauensmodell dahinter noch nicht steht. Innerhalb des eigenen Hauses, wo Identitäten und Berechtigungen ohnehin geklärt sind, stellt sich diese Frage nicht.
Aktualisiert