Auch genannt: Agent-Runtime, Agenten-Gerüst, Scaffold
Was das Harness konkret tut
Ein Sprachmodell kann von sich aus nur Text erzeugen. Das Harness ist die Software-Schicht darum herum, die daraus einen Agenten macht. Sie übernimmt in jedem Schritt:
- Kontext zusammenstellen – Systemanweisung, bisheriger Verlauf, abgerufenes Wissen und die verfügbaren Werkzeuge in das Kontextfenster packen.
- Werkzeugaufrufe ausführen – wenn das Modell ein Werkzeug anfordert (Tool Use), ruft das Harness es auf und reicht das Ergebnis zurück.
- Die Schleife steuern – Denken, Handeln, Beobachten so lange wiederholen, bis das Ziel erreicht ist oder ein Abbruchkriterium greift.
- Sicherheit erzwingen – Berechtigungen, Bestätigungs-Punkte (Human-in-the-Loop), Wiederholungen, Zeit- und Kostenlimits.
Warum es die eigentliche Wertschöpfung ist
Modelle sind weitgehend austauschbar geworden – ein Wechsel ist oft eine Konfigurationszeile. Was einen zuverlässigen Agenten von einem unbrauchbaren trennt, ist das Harness: sauberes Fehler-Handling, präzise Werkzeugbeschreibungen, klare Grenzen. Genau deshalb ist „Harness” 2026 ein etablierter Standardbegriff und kein Detail am Rande.
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