Auch genannt: Agent Client Protocol, Agent Communication Protocol
Drei Protokolle, ein Akronym
In den letzten zwei Jahren stand „ACP” für drei verschiedene Dinge. Die praktische Auflösung:
- Agent Client Protocol (Zed Industries, ab August 2025) – verbindet Code-Editoren mit Coding-Agenten. Das ist die Bedeutung, die sich durchgesetzt hat, und der einzige der drei Kandidaten mit wachsender Verbreitung. Ausführlich: Agent Client Protocol.
- Agent Communication Protocol (aus dem Umfeld von IBM Research / BeeAI) – war für die Kommunikation zwischen Agenten gedacht, ist in A2A aufgegangen und wurde 2025 archiviert.
- Agent Communication Protocol (AGNTCY-Kollektiv, unter anderem Cisco, LangChain, Oracle, Red Hat) – ein REST-nativer Gegenentwurf zu A2A mit geringerer Einstiegshürde, ebenfalls unter dem Dach der Linux Foundation.
Was Sie damit anfangen
Sagt ein Anbieter „ACP”, ist die Rückfrage sinnvoll, welches der drei gemeint ist – die drei lösen völlig verschiedene Probleme:
| Wenn es um … geht | … ist der richtige Begriff |
|---|---|
| Editor ↔ Coding-Agent | Agent Client Protocol |
| Agent ↔ Agent | A2A |
| Modell ↔ Werkzeuge und Daten | MCP |
Diese Sorte Akronym-Kollision ist kein Einzelfall, sondern typisch für ein Feld, in dem Standards schneller entstehen als Sprachgebrauch. Für die Praxis heißt das: In Verträgen und Anforderungen nie das Kürzel allein nennen, sondern den vollen Namen und den Spezifikationsstand.
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