Auch genannt: Agent Client Protocol, Agent Communication Protocol, Agentic Commerce Protocol
Vier Protokolle, ein Akronym
In den letzten zwei Jahren stand „ACP” für vier verschiedene Dinge. Die praktische Auflösung:
- Agent Client Protocol (Zed Industries, ab August 2025) – verbindet Code-Editoren mit Coding-Agenten. In der Softwareentwicklung ist das die Bedeutung, die sich durchgesetzt hat; seit Januar 2026 betreiben Zed und JetBrains gemeinsam ein Verzeichnis kompatibler Agenten. Ausführlich: Agent Client Protocol.
- Agentic Commerce Protocol (OpenAI und Stripe, September 2025) – regelt, wie ein KI-Assistent im Auftrag eines Kunden bei einem Händler bestellt und bezahlt. Einordnung: Agentic Commerce.
- Agent Communication Protocol (aus dem Umfeld von IBM Research / BeeAI) – war für die Kommunikation zwischen Agenten gedacht, ist in A2A aufgegangen und wurde 2025 archiviert.
- Agent Communication Protocol (AGNTCY-Kollektiv, unter anderem Cisco, LangChain, Oracle, Red Hat) – ein REST-nativer Gegenentwurf zu A2A mit geringerer Einstiegshürde, ebenfalls unter dem Dach der Linux Foundation.
Was Sie damit anfangen
Sagt ein Anbieter „ACP”, ist die Rückfrage sinnvoll, welches gemeint ist – die vier lösen völlig verschiedene Probleme:
| Wenn es um … geht | … ist der richtige Begriff |
|---|---|
| Editor ↔ Coding-Agent | Agent Client Protocol |
| Agent ↔ Agent | A2A |
| Modell ↔ Werkzeuge und Daten | MCP |
| KI-Assistent ↔ Händler beim Kauf | Agentic Commerce Protocol, siehe Agentic Commerce |
Diese Sorte Akronym-Kollision ist kein Einzelfall, sondern typisch für ein Feld, in dem Standards schneller entstehen als Sprachgebrauch. Für die Praxis heißt das: In Verträgen und Anforderungen nie das Kürzel allein nennen, sondern den vollen Namen und den Spezifikationsstand.
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