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Protokolle & Schnittstellen

MCP-Server

Ein Programm, das nach dem MCP-Standard Werkzeuge oder Datenquellen bereitstellt, damit KI-Anwendungen sie nutzen können.

Auch genannt: MCP Server

Warum das zählt

Ein einmal gebauter MCP-Server (etwa für Ihr Dokumentenarchiv) ist mit jeder MCP-fähigen Anwendung wiederverwendbar – das macht Integrationen zur Investition statt zur Wegwerf-Anbindung. Umgekehrt gilt: Ein installierter Fremdserver ist ausführbarer Code mit Zugriff auf Ihre Daten.

Was ein Server anbietet

Ein MCP-Server stellt die Server-Seite des Protokolls bereit und bietet dem Client (/glossar/mcp-client) drei Arten von Bausteinen an: Werkzeuge (Aktionen, die das Modell auslösen kann), Ressourcen (Daten, die es lesen kann) und Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben. Erreichbar ist er entweder lokal als Unterprozess oder über das Netz – siehe Transport (/glossar/transport).

Die Aufteilung wird in Anleitungen regelmäßig falsch dargestellt, was zu Fehlplanungen führt. Merkhilfe: Der Server bietet an, der Client fragt zurück und stellt das Modell bereit. Wer das kennt, kann bei einem Anbieter belastbar nachfragen, wo dessen Integration tatsächlich ansetzt.

Verzeichnis – und warum das ein Sicherheitsthema ist

Seit September 2025 gibt es ein offizielles Verzeichnis verfügbarer MCP-Server, aus dem sich Anwendungen mit wenigen Klicks Werkzeuge holen; Stand November 2026 läuft es weiterhin als Vorschau. Das senkt die Einstiegshürde erheblich – und genau deshalb ist es ein Sicherheitsthema.

Ein Eintrag im Verzeichnis ist keine Prüfung. Ein MCP-Server ist ausführbarer Code, der in Ihrem Netz mit Zugriff auf Ihre Daten läuft. Es gilt dieselbe Sorgfalt wie bei jeder anderen Fremdsoftware:

  • Herkunft und Betreiber prüfen, bevor etwas installiert wird.
  • Version festschreiben, keine automatischen Aktualisierungen.
  • Rechte eng schneiden (Least Privilege (/glossar/least-privilege)), Zugangsdaten sauber verwalten (Secrets Management (/glossar/secrets-management)).
  • Werkzeugbeschreibungen als Angriffsfläche mitdenken – siehe Tool-Poisoning (/glossar/tool-poisoning).

Für alles, was über einen einzelnen Arbeitsplatz hinausgeht, ist die relevante Frage an einen Anbieter, ob sich Freigaben zentral durch die Organisation setzen lassen statt durch individuelle Zustimmungsklicks der Nutzer.

Quellen

Aktualisiert 1. November 2026

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