Datenschutz & Recht

DSGVO im KI-Kontext

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt auch beim KI-Einsatz – entscheidend ist nicht das Tool an sich, sondern welche personenbezogenen Daten wohin fließen.

Auch genannt: Datenschutz bei KI, GDPR

Der entscheidende Perspektivwechsel

DSGVO-Konformität hängt nicht am Produktnamen, sondern an drei Fragen: Welche Daten verarbeite ich, wo werden sie verarbeitet und auf welcher Rechtsgrundlage? Dasselbe Werkzeug kann im einen Fall unkritisch und im nächsten ein klarer Verstoß sein.

Die relevanten Bausteine

  • AVV – ein Auftragsverarbeitungsvertrag, sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet (Art. 28).
  • Drittlandtransfer – zusätzliche Anforderungen, sobald Daten die EU verlassen (etwa in eine US-Cloud).
  • DSFA – eine vorgelagerte Risikoprüfung bei voraussichtlich hohem Risiko.
  • Lokales LLM / On-Premise – verarbeitet Daten im eigenen Haus und entschärft viele dieser Punkte von vornherein.

Der erste Schritt jeder datenschutzkonformen KI-Einführung ist deshalb keine Tool-Auswahl, sondern eine saubere Datenklassifikation: Erst wenn klar ist, wie sensibel die Daten sind, lässt sich der zulässige Weg bestimmen. Hinzu kommt seit 2024 der EU AI Act als zusätzliche, risikobasierte Pflichtenebene.

Aktualisiert

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